TBILISI

Im Jahre 2008 feierte Tbilisi sein 1550-jähriges Stadtjubiläum. Das bedeutet, dass die Geschichte von dieser faszinierenden Stadt beginnt im V. Jh., als König Wachtag Gorgassali beschließt, hier, in der Mitte von zwei kaukasischen Bergrücken, eine Stadt zu bauen. Der Stadtname ist auch nicht zufällig. Er entstand aus dem Wort „tbili“, was so viel wie warm bedeutet. Das Territorium von der heutigen Altstadt, zwischen Sololaki Berg und Metechi Klippe, ist reich an natürlichen Schwefelbädern. Der Legende nach, König Wachtang Gorgasaali ging hier zum Jagen. Damals war hier alles vom Wald bedeckt. Plötzlich sah er einen wunderschönen Fasan. Er ließ ihm seinen Falken folgen. Beide Vögel sind verschwunden. Nach einer langen Suche hat man die Vögel im heißen Wasser gefunden. Diese Quelle sprudelte natürlich aus der Erde. Wachtang Gorgassali war sehr begeistert von diesem Territorium und befahl hier, auf der rechten Seite des Flusses Mtkwari, eine Stadt zu bauen.
Nach einigen historischen Quellen, im Territorium von der Altstadt Tbilisi, sollte schon vor dem König Gorgassali eine Festung existieren. In Wachtags-Zeit wurde die Hauptstadt von Mzcheta nach Tbilisi verlegt. Im Mittelalter war Tbilisi im Osten und Westen eine bekannte Stadt, weil sie in Handelsbeziehungen aktiv eingeschaltet war. Georgien war das Handelszentrum zwischen den arabischen Ländern, Russland, Byzanz und Indien. Die Handwerker von Tiflis waren im Waffen- und Juwelier-Geschäft besonders gut.
In dieser Zeit ist der bekannte Aphorismus entstanden: „Tbilisi ist der Schlüssel zum Kaukasus“. Diese Position war der Grund von ständigen Kriegen. Tbilisi wurde dutzende Male niedergeschlagen, aber jedes Mal stieg die Stadt aus der Asche.
IIm Mittelalter war Tbilisi eine wohlhabende Stadt. Hier lebten bemerkenswerte Dichter, wie Genie Schota Rustaweli, als auch die ausländischen Dichter: Lermontow, Tolstoi, Gorki und viele andere. Die Kombination von originaler Architektur und natürlicher Schönheit gibt der Stadt einen außergewöhnlichen Charme und Farbe. Tbilisi erstreckt sich an beiden Seiten des Flusses Mtkwari. Die schmalen Straßen sind auf Berghängen angelegt und die Häuser stehen terrassenartig, sehr nah zueinander. Seit dem 19. Jh. ist die neue Stadt Tbilisi in rechteckigen Blöcken angeordnet. Die moderne Stadt vereinigt die alten und neuen Baudenkmäler. Neben den Tempeln vom 6.-7. Jh. stehen hier moderne Hochhäuser. Die Stadt ist mit breiten Alleen, Gärten und vielen Brücken geschmückt.
Aber die Seele von Tbilisi wohnt bis heute in der Altstadt. Die ruhigen und sonnigen Straßen, die Häuser mit Weinrebenterrassen, alte Kuppelkirchen, die Ruinen der alten Klöster sind einfach unwiderstehlich. Ein Teil deiner Seele wird in dieser Ecke bleiben und im Austausch nimmst du ein kleines Stück vom friedlichen Tbilisi mit dir für immer.

 

KUTAISI

Früher war Kutaisi die Hauptstadt von der Kolchis Reich und später vom Königreich Imeretien. Heute ist sie die zweitgrößte Stadt Georgiens. Kutaisi liegt am Fluss Rioni, im Tiefland von Kolchis. Der Fluss Rioni ist in der Mythologie von Argonauten erwähnt. Da der Fluss viele Goldsteine mitnimmt, haben die Einheimischen mit der Hilfe von Schafsfellen in diesem Fluss Gold gewonnen. Man hielt das Schafsfell gegen die Strömungen und nach ein paar Stunden kämmte man den Goldstaub aus. Die Schafshaut mit Gold überzogen, wurde später das Goldene Vlies.
Dieses fruchtbare Flusstal mit kalten Quellen und prächtigen grünen Wäldern wurde die Hauptstadt vom Königreich Kolchis im Jahre 780 v. Chr. Ab dem 10. Jh. bis Tbilisi von den Seldschuken befreit wurde, war Kutaisi die Hauptstadt von Georgien. Kutaisi hat diese Ehre 150 Jahre lang getragen. Ende des 15. Jh. wurde Kutaisi die Hauptstadt von der Region Imeretien in Westgeorgien. Im 17. Jh. wurde Kutaisi von den Türken erobert und im 18. Jh. wurde die Stadt von der russischen Armee freigesetzt. Ab 1810 war Imeretien ein Teil vom Russischen Imperium.
Am Anfang des 20. Jh. war Kutaisi eine kleine provinziale Stadt, und wurde in der Sowjetperiode ein großes Industriezentrum der Republik.
Heutzutage gibt es praktisch keine Industrie in Kutaisi, aber die Stadt bleibt die zweitgrößte Stadt Georgiens, mit 200 000 Einwohnern. Kutaisi hat ihren mittelalterlichen Stil teilweise behalten. Die Stadt erstreckt sich an beiden Seiten des Flusses Rioni, die mit den Brücken in einzigartiger Schönheit dekoriert sind.
Auf der rechten Seite des Flusses, findet man 1-2-stöckige Häuser mit Glasverandas, die dicht zueinander an steilen Hängen stehen. Bemerkenswert ist der Bagrati Tempel im Zentrum der Stadt. Außerhalb von Kutaisi befindet sich der Gelati Klosterkomplex, der vom König Dawit dem Erbauer gebaut wurde und als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist.

 

RUSTAWI

Rustawi ist eine sehr junge Stadt Georgiens. Zur Stadt wurde sie im Jahre 1948 erklärt. In der Sowjetepoche wurde Rustawi das größte Zentrum der Schwerindustrie, Chemie und Maschinen-Bau.
Heutzutage ist Rustawi die viertgrößte Stadt Georgiens. Einige Industrieunternehmen funktionieren hier immer noch. Obwohl die zentralen Straßen durch Restaurants, Geschäfte und Cafés sehr belebt und frequentiert sind, bleibt Rustawi trotzdem eine gemütliche, grüne und helle Stadt. Sie ist an beiden Seiten des Flusses Mtkwari gebaut. Auf der linken Seite existierte hier die Alte Stadt, Bostan-Kalaki. Die archäologischen Ausgrabungen haben die Reste einer Mauer, einer Festung und einen Tempel freigelegt, die mit 4.-5. Jh. datiert sind. Im 12. und 13 Jh. war Rustawi eine florierende Stadt. Später wurde sie aber von den Mongolen angegriffen, und seitdem hat die Stadt zu existieren aufgehört.

 

BATUMI

Batumi ist eine südliche Stadt und ein Badeort an der Schwarzmeerküste, bekannt mit ihrer subtropischen Flora. Palmen, Zypressen, Magnolien, Oleander, Bambusbäume, Lorbeer-, Zitrone- und Orangenbäume, Thujen und Buchsbäume duften überall. Batumi ist eine wichtige Hafenstadt von Georgien. Entlang der Seegrenze, 2 km lang, liegt der Park-Boulevard. Dieser Park ist ein beliebter Ort, für die Gäste als auch für die Einheimischen. Hier steht auch das Wahrzeichen der Stadt – ein Delphin mit einem Palmzweig.
Neben dem Boulevard ist der Stadtstrand. Die Strände hier sind steinig, ohne Sand. In Batumi gibt es Theater, Kinos und viele Restaurants. Die Wohnviertel von Batumi sieht man aus der Ferne, da jedes Gebäude eine bestimmte Farbe des Regenbogens hat.
Der alte Teil von der Stadt ist besonders interessant. Die Altstadt ist 150 Jahre alt. Die vielen kleine Handwerkerläden von Kupfer-Waren-Herstellung, herrlicher Duft von frischgebrühtem Kaffee in kleinen Cafés – das ist „Alt Batumi“.
Die Architektur von Batumi stellt eine Kombination vom europäischen und asiatischen Stil dar. Hier findet man die Gebäude mit georgischen, russischen, sowjetischen, sowie mit englischen und französischen Elementen. Die Nacht-Beleuchtung der Stadt ist besonders schön.
Batumi entwickelt sich sehr schnell. Hier entstehen neue Gebäude von Hotels, Banken, touristischen und Sportanlagen. Die Wohnhäuser entsprechen internationalen Standards. Hier werden viele luxuriöse Handelszentren mit Pools und Yacht-Clubs gebaut. Hier sind mehrere moderne Bars, Tee- und Kaffeehäuser. Batumi ist die Stadt mit europäischen und asiatischen Kulturen, welche von den historischen Tatsachen verursacht sind.
Hier ein kleiner Einblick in die Vergangenheit der Stadt: Zum ersten Mal wird Batumi beim griechischen Philosophen Aristoteles im 4. Jh. v. Chr. erwähnt. Er nannte die Stadt „Batus“ (von griechisch „tief“), an der Schwarzmeerküste von Kolchis. Im 2. Jh. sind die Römer nach Batumi gekommen. Im 5. Jh. wurde die Stadt von König Wachtang Gorgassali annektiert. Im 6.-8. Jh. wurde Batumi vom Egrisi Königreich regiert. Im 17. Jh. wurde Batumi von den Türken besetzt. Nach dem russisch-türkischen Krieg im Jahre 1878 wurde die Stadt von den Russen übernommen. In diesem Jahr erklärte der Berliner Kongress die Stadt Batumi zu einer großen Handelsstadt, die von Russland für den Öl-Handel benutzt wurde. Sehr schnell wurde Batumi zur drittgrößten Stadt von Transkaukasien und zur drittgrößten Hafenstadt des russischen Reiches. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde Batumi zu einem großen Industriezentrum und zu einer berühmten Stadt.

 

POTI

Poti ist eine Hafenstadt in Westgeorgien, an der Schwarzmeerküste in der Region Megrelien. Im V. Jh. v. Chr. war sie mit dem Namen Phasis, als eine griechische Kolonie bekannt. Später wurde Poti die türkische Stadtfestung. Im Jahre 1828 wurde sie von den Russen eingenommen und danach ist sie eine wichtige Hafenstadt und Industriezentrum. Hier ist der Sitz von der georgischen Marine. Nach dem Projekt zwischen Georgien und Arabischen Emirat 2008, soll Poti in der Zukunft eine freie Wirtschaftszone werden.
Poti hat eine Bahnverbindung mit Armenien und Aserbaidschan. Durch das Schwarze Meer hat Poti eine Verbindung mit den wichtigen Häfen vom Schwarzen Meer, wie zu Rumänien, Bulgarien, Ukraine.
Die Stadt Poti hat 51.000 Einwohner. Zu der lokalen Industrie gehören Fleischverarbeitungsbetriebe, Werft und etwas Stromerzeugung.
Poti liegt in einem Tal zwischen den Kleinen und Großen Kaukasus. Die Straße durch dieses Tal, sogenannter Euro-asiatischer Transportkorridor, wie sie von der georgischen Regierung genannt wird, bietet dem Kaukasus die Hauptstraße und Bahnverbindung bis zum Kaspischen Meer über Tbilisi. Potis Entwicklungspotenzial lockt ausländische Unternehmen an. Das See-Land Service der Vereinigten Staaten benutzt Poti als Umschlagplatz von Frachten in Zentralasien.

 

GORI

Gori liegt an dem Zusammenfluss von den Flüssen Mtkvari und Liakhvi im malerischen Kartli-Tal. Die Stadt ist von der Süd-West Seite mit Bergen umgegeben. Als Stadt ist es zum ersten Mal im 6. Jahrhundert erwähnt. Gori ist die Geburtsstadt von Stalin, Joseph Dschugaschwili, besser bekannt als „Vater der Völker“ oder „Genosse Stalin“. Er regierte im Sowjetreich im Jahre 1925-1953. Der große Diktator wird hier immer noch mit Respekt erwähnt, sogar der Hauptprospekt wird hier nach ihm benannt. Selbst Stalin aber hat sogar die Erinnerungen an seine Kindheit in Gori gehasst. In Gori ist ein Museum von Stalin. Zu den Sehenswürdigkeiten von Gori zählen auch die Festung Gorisziche und die Höhlenstadt Uplisziche.

 

ZUGDIDI

Die Stadt Zugdidi in der Kolchischen Tiefebene, 30 km entfernt vom Schwarzen Meer, ist eine der größten Städte Georgiens. Die Stadt ist relativ jung (1918), mit 70.000 Einwohnern. Selbst Kolchis hat eine alte Geschichte. Das bestätigen die antiken Monumente, die hier entdeckt wurden. Zugdidi ist das regionale Zentrum von zwei Gebieten: Megrelien und Swanetien. Von Zugdidi fährt man nach Swanetien, zu einer ganz besonderen Region von Georgien, bekannt für seine Wachtürme und ethnischen Siedlungen in Mestia und Uschguli. Zugdidi hat nicht so viele Sehenswürdigkeiten. Erwähnenswert ist der Dadianis Palast (georgische Fürstenfamilie), aus dem 19. Jahrhundert. Außerdem hat Zugdidi ein Theater und ein historisch-ethnografisches Museum.

 

TELAWI

Telawi ist ein administratives Zentrum vom historischen Gebiet Kachetien, in Ostgeorgien, zwischen Iori und Alasani Tal. Die Reise nach Telawi ist ein Ausflug in einer überraschend schönen Region, in der Welt von alten Tempeln und Klöster, von malerischen Flüssen und Täler. Kachetien ist ein Zentrum der Weinherstellung. Die Stadt Telawi am Hang von den Gombori-Bergketten liegt auf 490m Seehöhe. Die Landschaft hier ist sehr beeindruckend mit Bergen vom Großen Kaukasus. Der Winter ist hier sehr kalt, wobei der Sommer sehr trocken und heiß ist.
Als Stadt wurde Telawi im Jahre 1801 erklärt, obwohl seine Geschichte viel früher anfängt. Übrigens ist der Name der Stadt „Tela“, heißt Ulmen auf Deutsch. Diese Bäume sind hier sehr verbreitet.
Telawi, neben Tbilisi und Kutaisi, war ein wichtiger Handelsplatz vom Nahen Osten nach Europa. Die Geschichte der Stadt ist mit der Geschichte von Kachetien verbunden. Die Region Kachetien ist seit dem 7. Jahrhundert unabhängig. Im 12. Jahrhundert wurde sie ein Teil vom Vereinigten Georgien. Kurz danach im 13. Jahrhundert wurde Kachetien von einer Mongolischen Invasion zerstört. Vom 15. bis 18. Jh. kämpfte Kachetien gegen die Türken und Iraner für seine Unabhängigkeit. Im Jahre 1762 vereinigten sich Kartli und Kachetien und im Jahre 1801 wurde Kachetien, wie das ganze Georgien, ein Teil vom russischen Imperium.
Heutzutage ist Telawi eine moderne Stadt, mit 20.000 Einwohnern. Als Gast in Kachetien hat man die Möglichkeit die alte Tradition vom Weinbau zu beobachten. Hier werden ungefähr 70 verschiedene Weine gemacht. Darunter sind die bekanntesten: Kindsmarauli, Saferawi, Zinandali, Achascheni.
Die wichtige Sehenswürdigkeiten der Region sind: Alawerdi Tempel, Ikalto Kloster, Schuamta und Bodbe Klosteranlagen und viele andere.

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